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ŠKODA Oldtimer - eine Fahrzeughistorie
5.11.2024

ŠKODA Oldtimer - eine Fahrzeughistorie

ŠKODA Oldtimer Modelle - die Fahrzeughistorie des tschechischen Autoherstellers

Ein Schnelldurchlauf durch die Modell-Geschichte von 1905 bis 1990 des traditionsreichen Herstellers.

Oft mit ungenwöhnlichen Details ausgestattet und mit viel Erfindergeist entwickelt sind die Ur-Modelle von ŠKODA lebendige Automobilgeschichte die Generationen von Menschen bewegten und bis heute in ihren Bann ziehen. Und doch sind die Oldtimer aus der ehemaligen Tschechoslowakei aufgrund der damals schwierigen politischen Situation bei uns vergleichsweise unbekannt.

Seit mehr als 125 Jahren schreibt ŠKODA nun bereits Automobilgeschichte. Und die nachfolgende Übersicht zeigt auch, dass sozialistischer Realismus nicht immer langweilig daher kam und die ŠKODA aus dieser Zeit jenseits ihrer Vorurteile auch heute noch für erstaunlich viel Fahrspaß sorgen können.


Nachfolgend ein (unvollständiger) Überblick der Modellhistorie von ŠKODA (1905 bis 1990)

ŠKODA Voiturette

  • Jahr: 1905

Die Voiturette war genaugenommen noch kein ŠKODA, sondern stammt von der Firma Laurin & Klement, welche 1925 von ŠKODA übernommen wurde.

Laurin & Klement knüpfte mit diesem ersten Automodell nahtlos  an seine Erfolge als Hersteller von Fahrrädern und Motorrädern an.

Zwischen 1905 und 1907 entstanden 44 Exemplare der L&K Voiturette A.

ŠKODA 110

  • Jahr: 1925

Der Skoda 110 (auch bekannt als Laurin & Klement 110 oder Laurin&Klement-Škoda 110) kam mit verschiedenen Aufbauten in Holz-/Stahlmischkonstruktion heraus und die Höchstgeschwindigkeit lag immerhin schon bei 80 bsi 90 km/h.

Von den ersten beiden Serien wurden 435 Wagen in den Jahren 1925 bis 1927 hergestellt. In der 3. bis 10. Serie fertigte man 2550 Fahrzeuge in den Jahren 1926 bis 1929.

ŠKODA Superb

  • Jahr: 1934

Ursprünglich war der Begriff SUPERB nur ein Zusatz zur Typenbezeichnung. Das erste Modell 1934 hieß korrekt "Škoda 640 Superb". Mit dem SUPERB reagierte der Hersteller auf die steigende Nachfrage nach luxuriösen Autos.

Schon damals stand die Bezeichnung SUPERB für ein komfortables, leises und gut motorisiertes Reisemobil mit einem großzügigen Platzangebot, hoher Verarbeitungsqualität und umfangreicher Ausstattung.

Zusammen mit dem RAPID und dem Modell POPULAR stellte ŠKODA 1934 damit eine neue, erfolgreiche Fahrzeuggeneration vor.

Mit dem POPULAR SPORT (später Monte Carlo) erzielte ŠKODA zwei Jahre später auch bereits die ersten Erfolge im Rally-Sport.

ŠKODA 1101 Tudor

  • Jahr: 1946

Der TUDOR (abgleitet aus dem englischen "two door") war das erste Nachkriegsmodell der tschechen und avancierte in den Folgejahren mit rund 67.000 verkauften Einheiten (1946 bis 1952) zum echten Verkaufsschlager.

Geschätzt wurde der ebenso komfortable wie wirtschaftliche und selbst unter widrigsten Einsatzbedingungen zuverlässige Wagen in mehr als 70 Ländern. Damit wurde der Zweitürer zum ersten Exportschlager von ŠKODA.

Auch auf den Rennstrecken dieser Welt verzeichnete der TUDOR bedeutende Erfolge. Einer davon datiert auf den 11. Juli 1948: Beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa fuhren gleich drei Tudors in ihrer Klasse einen beeindruckenden Klassensieg ein.

ŠKODA VOS

  • Jahr: 1948

VOS steht für "Vládní Osobní Speciál" und beduetet übersetzt "Regierungsspezialwagen". Das Fahrzeug wurde für höchste staatliche Repräsentanten der kommunistischen Tschechoslowakei gebaut und eingesetzt.

Es wurden nur etwa 100 Fahrzeuge hergestellt, die hälfte davon als gepanzerte Version mit 5,2 cm dicken Scheiben, die sich kaum öffnen liesen. Daher wurde zur Belüftung des Innenraums eine Klimaanlage im Kofferraum verbaut.

ŠKODA 1101 OHC (Typ 968)

  • Jahr: 1957

Auf der Basis des 1101 Tudor entstand 1957 der Sportwagen 1101 OHC, von dem allerdings nur fünf Exemplare gebaut wurden.

Ziel der Entwicklung dieses Sportwagens war die Teilnahme am prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Aufgrund der schwierigen politischen Lage beschränkten sich die (erfolgreichen) Auftritte jedoch auf die sozialistischen Länder. Zur geplanten Teilnahme am 24-Stunden-Rennen von Le Mans kam es leider nicht.

ŠKODA 440 / Octavia

  • Jahr: 1955 / 1959

Nach der Vorstellung auf dem Automobilsalon in Brüssel 1955 begann die Produktion dieses sogenannten Zwischentyps als Škoda 440 (4 Zylinder, 40 PS), der in der Bevölkerung auch mit dem ursprünglichen Projektnamen Spartak bezeichnet wurde.

Das Modell wurde als Zwischentype angesehen, die die Zeit zur Entwicklung eines tschechoslowakischen Volkskraftwagens (1000 MB) überbrücken sollten.

1959 erfolgte ein Facelift und der 440 wurde in OCTAVIA umbenannt, da er die achte Generation Škoda-Automobile verkörperte und 1961 erweiterte ein Combi mit geteilter Heckklappe die Modellpalette.

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